Tiergestützte Therapie

Die tiergestützte Therapie mit Hunden bietet Kindern und Jugendlichen einen warmen, wertfreien Zugang zu ihren eigenen Gefühlen und Bedürfnissen. Der Kontakt mit einem Hund erleichtert es vielen jungen Menschen, sich zu öffnen, Vertrauen aufzubauen und neue Erfahrungen zu machen, die im Alltag oft schwer möglich sind. In der Begegnung mit dem Tier können sie Sicherheit, Nähe, Freude und Selbstwirksamkeit unmittelbar erleben – und genau diese Erfahrungen werden therapeutisch genutzt, um emotionale und soziale Kompetenzen zu stärken.

Der Hund reagiert spontan, klar und authentisch auf Signale des Kindes. Diese Echtheit macht es leichter, eigenes Verhalten wahrzunehmen, Grenzen zu spüren und neue Formen der Kommunikation auszuprobieren. Ob durch Beobachten, Streicheln, gemeinsames Spielen oder kleine Aufgaben – das Tier wird zum Co‑Therapeuten, der Motivation fördert, Ängste reduziert und dabei hilft, innere Spannungen abzubauen.

Auch die Forschung bestätigt die Wirksamkeit tiergestützter Interventionen: Studien zeigen u. a., dass der Kontakt zu Hunden Stress reduziert, den Herzschlag reguliert, soziale Offenheit fördert und positive Emotionen verstärkt. Kinder erleben sich im Zusammensein mit einem Tier häufig als kompetent, beruhigt und angenommen – Effekte, die therapeutisch gezielt genutzt werden können.